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AG Geobotanik in Schleswig-Holstein und Hamburg e. V.
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Die Besenheide (Calluna vulgaris) in Schleswig-Holstein
 
Calluna vulgaris kommt in Schleswig-Holstein in Küstenheiden, auf Hochmooren, in sandigen Heiden und Magerrasen und selten an Weg- und Waldrändern der ehemaligen Heidegebiete vor. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatten Heiden in Schleswig-Holstein ihre größte Ausdehnung. Diese Flächen wurden durch Heidebauern bewirtschaftet, wobei die aspektbildende Besenheide durch Plaggenhieb, Brennen und Beweidung gefördert und verjüngt wurde.
 Durch die Heidekultivierung wurden die Heideflächen größtenteils zu land- und forstwirtschaftlichen Flächen umgewandelt. Seitdem ist die Besenheide in Schleswig-Holstein enorm zurückgegangen. Die Erhaltung der letzten Heideflächen in Naturschutzgebieten gelingt nur durch intensive Pflege. War die Besenheide in Schleswig-Holstein zu Zeiten der Raabe-Kartierung (1961-1983) auf dem Geestrücken noch allgegenwärtig, ist sie inzwischen in der „Normallandschaft“ selten geworden. Als „Hungerkünstler“ ist sie heute der Konkurrenz durch Gräser und stickstoffliebende Pflanzen kaum gewachsen. Magere, sandige Wegränder, Knicks und Waldränder mit Calluna vulgaris gibt es kaum noch. In „halboffenen Weidelandschaften“ in ehemaligen Heidegebieten gelingt teilweise eine Verjüngung der Heide, obwohl sie auch dort nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Erhaltung der letzten Heiden wird nur gelingen, wenn wir es schaffen, diese Refugien besser als bisher vor Nährstoffeinträgen zu schützen
Calluna vulgaris in St. Peter-Ording, Fotos Romahn
09.03.2019
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