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Papaver rhoeas

Der Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas) in Schleswig-Holstein
Die Blume des Jahres 2017 soll auf die Gefährdung und den Rückgang vieler Ackerwildkrautarten (Segetalarten) aufmerksam machen.
In Schleswig-Holstein kommt der Klatsch-Mohn vor allem im Wintergetreide auf nährstoff- und basenreichen Böden vor. Vor allem aufgrund des Pestizid-Einsatzes und der intensiven Saatgutreinigung sind die Bestände in den altangestammten Gebieten (Fehmarn, Land Oldenburg, Marsch) stark zurückgegangen. Raabe (1987) hat allerdings darauf hingewiesen, dass sich das Areal der Art in Schleswig-Holstein aufgrund von Bodenverbesserung durch Düngung und Kalkung ausgeweitet hat. Zudem finden wir die Art unbeständig an Störstellen entlang von Straßen und auf anderen Ruderalflächen. Wild- und Zierformen sind in Blühmischungen enthalten und tauchen daher unbeständig im städtischen Bereich auf (Stichwort „Guerilla-Gardening“).
Die Datenbank der AG Geobotanik und des LLUR Schleswig-Holstein enthält nur wenige aktuelle Nachweise des Klatschmohns und anderer Segetalarten, weil diese selten gemeldet werden. Dies hat zur Folge, dass wir die von Raabe (1987) erwähnte Ausweitung des Areals nicht gut dokumentieren können. Daher bitten wir um die Meldung insbesondere großer Bestände. Dies gilt auch für andere Wildkrautarten, wie z. B. Kornblume (Centaurea cyanus) und Saat-Wucherblume (Glebionis segetum).

Verbreitungskarte(nach Raabe 1987)
Impressionen mit Klatsch-Mohn (Papaver rhoeas) auf der Fläche eines ökologischen Ackerbaubetriebes bei Surendorf (RD)
Fotos: Katrin Romahn
22.05.2017
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