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Der Ihlsee bei Bad Segeberg gilt als ein nährstoff- und basenarmes Stillgewässer und gehört somit zu einem in Schleswig-Holstein sehr seltenen Seetyp. Prägend für die Vegetation dieser Seen sind der Europäische Strandling (Littorella uniflora) sowie die deutschlandweit gefährdeten Arten Wasser-Lobelie (Lobelia dortmanna) und Gewöhnliches Brachsenkraut (Isoetes lacustris). Der Ihlsee bei Bad Segeberg enthält aktuell das einzige Vorkommen der Wasser-Lobelie in Schleswig-Holstein. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung des Sees für die Erhaltung dieser Art. In den letzten zehn Jahren nahmen die Strandlingsrasen und die Bestände der Wasser-Lobelie und des Gewöhnlichen Brachsenkrauts am Ihlsee jedoch stark ab. Als Gründe hierfür werden verschiedene Ursachen diskutiert, wie z.B. Fraß- und Wühltätigkeiten von Wasservögeln und Fischen, Vertritt durch Badebetrieb, zunehmende Nährstoffbelastung sowie die Ausbreitung von Schilf-Röhrichten (Phragmites australis; Stuhr et al. 2013, Stuhr et al. 2019, Meis et al. 2023). Weiterhin könnten die Bestandsrückgänge auch eine Folge des zunehmenden Kohlenstoffdioxidgehaltes in der Atmosphäre sein (Meis et al. 2023), der primäre Treiber der Globalen Erwärmung ist.

