Blume des Jahres 2015 – Der Teufelsabbiss

Succisa pratensis in Schleswig Holstein

Diese zu den Dipsacaceae (Kardengewächsen) gehörende Art ist eine Art der Moor- und Magerwiesen, Dünentäler und Feuchtheiden. Sie mag saure bis mäßig saure, feuchte und wechselfeuchte Böden und ist im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft und unabsichtlichen Überdüngung der Landschaft im Laufe der letzten Jahrzehnte sehr stark zurückgegangen. In Schleswig-Holstein steht sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als „stark gefährdet“ (RL 2).

Namengebend ist der von unten abgefaulte und daher wie „abgebissen“ aussehende Wurzelstock. Die Legende erzählt, der Teufel habe die Wurzel aus Zorn über die Heilkraft der Pflanze abgebissen.

Gegen den Verbiss von Weidetieren ist Succisa hingegen gut geschützt: ihr klebriger Milchsaft ist den Tieren offenbar unangenehm, weshalb eine Beweidung von Magerstandorten die Art gegenüber ihrer Konkurrenz fördern kann.

Zu Zeiten der Raabe-Kartierung (v. a. zwischen 1968 und 1986) war der Teufelsabbiss vor allem auf der nordfriesischen und Dithmarscher Geest fast flächendeckend verbreitet. Auch heute noch finden sich in diesen Gebieten die meisten verbliebenen Vorkommen. Im östlichen Hügelland dagegen ist die Art heute fast verschwunden.

Wir bitten darum, uns Vorkommen der Art in Schleswig-Holstein für unsere Datenbank zu melden. Damit helfen Sie uns beim Schutz dieser Art.

Mehr Info über die Jahrespflanze bei der Loki Schmidt Stiftung
http://www.loki-schmidt-stiftung.de/downloads/blumen_des_jahres_pdfs/Blume_des_Jahres_2015.pdf

Im Rahmen des LIFE Aurinia-Projektes der Stiftung Naturschutz wird Succisa an verschiedenen Stellen in Schleswig-Holstein angepflanzt, da sie eine Futterpflanze des seltenen Goldenen Scheckenfalters ist.

http://www.stiftungsland.de/arten-schuetzen/life-aurinia/

Fotos: Gerd-Uwe Kresken

Ausstellung „Die botanischen Schätze von Bad Oldesloe“ (online besuchen)

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